Salutem

  • Wir entlasten Familien in prekären Lebenslagen. Foto: Nadja Meister
    Manche spüren die Auswirkungen der Covid-Pandemie besonders stark. Salutem schließt Versorgungslücken und baut dringend notwendige Angebote aus. Damit alle gestärkt und gesund in die Zukunft blicken können.
Psychosoziale Gesundheit in Zeiten der Pandemie fördern
Zwei Paar Haende die sich halten Foto Nadja Meister, Diakonie Flüchtlingsdienst
Salutem bietet Hilfe für jene, die am stärksten von der Covid-Pandemie betroffen sind.

Pandemie verstärkt doppelte Verwundbarkeit durch Armut

Personen, die in Armut leben, sind einerseits verletzlicher für neue Erkrankungen. Anderseits verstellen Barrieren wie Scham, Leistbarkeit und fehlende Krankenversicherung den Zugang zu Angeboten des Gesundheitssystems.  

23 Prozent aller Menschen im untersten sozialen Netz weisen einen sehr schlechten Gesundheitszustand auf, über die Hälfte ist chronisch krank. In der Corona-Krise hat sich diese Situation für Menschen in prekären Verhältnissen noch verschärft.

Salutem: Sozialmedizinische und psyschosoziale Angebote

Mit Salutem treten wir mit sozialmedizinischen und psychosozialen Angeboten den Auswirkungen von COVID-19 entgegen, bauen dringend benötigte Leistungen aus und schließen Lücken. Das Angebot beginnt bei Frühen Hilfen, medizinscher und therapeutischer Basisversorgung für sozial prekäre Gruppen und Nichtversicherte, geht über Akuthilfe, sozialmedizinische und psychosoziale Beratung bis hin zu Gemeinwesen- und Stadtteilarbeit.

Frühe Hilfen

Die ersten Lebensjahre sind entscheidend, denn hier werden die Weichen für das spätere Leben gestellt. Von Armut betroffene Mütter und ihre Babys und (Klein-)Kinder werden in diesem Projektteil in den Fokus gerückt und entsprechende Angebote gesetzt. Mit den Frühen Hilfen orientieren wir uns am Prinzip der Präventionsketten.

Medizinische und therapeutische Basisversorgung

Unter den besonders von der Covid-19-Pandemie belasteten Personengruppen finden sich jene, die auch in den Zeiten davor zu den marginalisiertesten Menschen gehörten. Im Hinblick auf medizinische und therapeutische Basisversorgung sind das Menschen ohne Versicherungsschutz und Personen in psychischen Akutkrisen. Sie sind mit multidimensionalen Problemlagen konfrontiert und verfügen in der Regel nicht über den Zugang zu, bzw. das Systemwissen über mögliche Hilfsangebote. Hier setzen wir mit unseren Angeboten der medizinischen und therapeutischen Basisversorgung an.

Psychosoziale Beratung und soziale Arbeit

Damit mehrfach vulnerable Personen nachhaltige Auswege aus der Armutsbetroffenheit finden, bieten wir niederschwellige psychosoziale und sozialmedizinische Beratung. In der Einzelberatung betrachten wir die psychologische, soziale und medizinische Verfassung und schauen gemeinsam auf ihre Ressourcen und Fähigkeiten. Damit stärken wir ihre Selbstwirksamkeit und beenden die negative Wechselwirkung von Armut und Krankheit

Gemeinwesen- und Stadtteilarbeit

In Österreich sagen 17%, dass sie im Ernstfall auf niemanden zählen können. Unfreiwillige Einsamkeit (loneliness) macht krank und belastet unseren Alltag. Jede* Zehnte klagt über soziale Isolation und Einsamkeit. Die Folgen wiegen schwer: Vereinsamte sind anfälliger für Krankheiten, schlittern öfters in eine Depression, verlieren an Mut. Einsamkeit wird schlimmer mit dem Alter, ärger mit Armut, bedrohlicher mit sozialen Krisen und belastender mit schlechter sozialer Infrastruktur. Die Covid-19-Pandemie verstärkt die Probleme im psychosozialen & psychosomatischen Bereich (Schlafstörungen, Depressionen, Angst und Einsamkeit). Hier setzt das Projekt mit niederschwelligen, aktivierenden Angeboten an.
Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz